Politik

Alternative Flugkraftstoffe stehen in den Startlöchern: Schon heute gibt es zwei zugelassene Herstellungsverfahren, ein halbes Dutzend weiterer kommt in absehbarer Zeit hinzu. Mit international über 1500 erfolgreichen Testflügen ist ihre technische Unbedenklichkeit bewiesen. Diese Erfolge sind wichtig, denn: Ohne den verstärkten Einsatz alternativer Flugkraftstoffe sind die ambitionierten nationalen und internationalen Klimaschutzziele nicht  zu erreichen. Zu Recht setzt deshalb auch die Bundesregierung laut Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) in der Luftfahrt auf Biokerosin, um bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen im Transportsektor insgesamt gegenüber 1990 um 40 Prozent zu senken.

Gleichwohl: Biokraftstoffe sind gegenüber fossilem Kerosin teurer und daher noch nicht konkurrenzfähig. Um dies zu ändern und eine flächendeckende Markteinführung von Biokerosin in den kommenden Jahren zu ermöglichen, müssen Luftfahrtbranche und Politik eng zusammenarbeiten. Es gilt, verschiedene Vorgaben und Zielsetzungen zu vereinbaren und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Biokraftstoffe müssen außerdem gezielt weiterentwickelt werden, um

  • möglichst hohe Erträge auf möglichst wenig Fläche zu erzielen;
  • die Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen zu fördern, um somit eine Konkurrenz zu vermeiden;
  • vermehrt Alt- und Reststoffe sowie neuentwickelte Rohstoffpfade wie z.B. Algen zu verwenden, die keine landwirtschaftliche Fläche benötigen.