CO2-Lebenszyklus

Regenerative Flugkraftstoffe sind deutlich klimaschonender als fossiles Kerosin. Bei der Verbrennung von nachhaltigem Kerosin wird zwar die gleiche Menge CO2 freigesetzt wie bei fossilen Kraftstoffen, doch der entscheidende Unterschied liegt im CO2-Kreislauf – hier werden die Schadstoffe wieder eingefangen.

Der Kreislauf beginnt bei den Energiepflanzen: Sie entziehen durch Photosynthese zunächst CO2 aus der Atmosphäre. Dies wird durch die Verbrennung im Flugzeug wieder freigesetzt. Die nachwachsende Biomasse nimmt das freigesetzte CO2 wieder auf – der Kreislauf beginnt erneut.

Reduzierung der CO2-Emissionen

Biogene Rohstoffe sind allerdings auch nicht vollkommen klimaneutral, da für Düngung, Ernte, Transport und Verarbeitung – wie bei der Nutzung fossiler Kraftstoffe – Energie benötigt wird. Die Bilanz ist trotzdem äußerst positiv: Regenerative Flugkraftstoffe erzeugen – je nach Technologie – zwischen 20 % und 40 % der CO2-Emissionen von fossilem Kerosin.

Fossiles Kerosin enthält Kohlenstoff, der im Rohöl unter der Erdoberfläche dauerhaft gebunden war. Durch die Verbrennung wird dieser Kohlenstoff zu CO2 umgewandelt und gelangt in die Atmosphäre. Wegen seiner langen Verweildauer in der Atmosphäre wird CO2 als wichtigstes Treibhausgas angesehen, das dringend in der Zukunft reduziert werden muss. Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien können den Beitrag von CO2 wie auch weitere Nicht-CO2-Effekte, die speziell den Luftverkehr betreffen, in hohem Maße minimieren.