Landnutzungsänderungen

Eine weitere wesentliche Herausforderung liegt in der Vermeidung negativer Landnutzungsänderungen, die im Zuge des Anbaus von Biomassen für regenerative Kraftstoffe erfolgen können. Im schlimmsten Fall werden hierfür Flächen wie Regenwälder oder Moore genutzt. Dies steht nicht im Einklang mit einer nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und widerspricht dem Ziel der Vermeidung des Klimawandels – dies wird daher von aireg strikt abgelehnt.

Doch auch der Anbau auf nicht schützenswerten Flächen kann zu sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen („Indirect Land Usage Change“, ILUC) führen, wenn in der Folge ungenutzte und/oder ökologisch sensible Flächen für die Nahrungsmittelproduktion erschlossen werden, weil auf herkömmlichen Agrarflächen Biomasseanbau betrieben wird.

Verlässliche Studien zur iLUC-Debatte liegen noch nicht vor. Letztlich läuft es darauf hinaus, dass für jede Art der Flächenumnutzung strenge Nachhaltigkeitskriterien gelten müssen, unabhängig, ob diese zum Anbau energetischer Pflanzen, für die Erzeugung von Nahrungsmitteln oder für andere Wirtschaftszwecke geschieht.

In diesem Sinne hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung festgestellt, dass die Diskussion über Kraftstoffe aus erneuerbaren Ressourcen die Nachhaltigkeitsdebatte in der Landwirtschaft allgemein befördert.