Die Begrenzung des anthropogenen Klimawandels durch die Einhaltung der international vereinbarten Reduktionsziele klimaschädlicher Emissionen ist für die Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrs von großer Bedeutung. Der sukzessive Ersatz von fossilem Kerosin durch Sustainable Aviation Fuels (SAF) ist dabei der entscheidende Hebel, um die angestrebte Senkung klimaschädlicher Emissionen im internationalen Luftverkehr zu erreichen. Für SAF müssen in den kommenden Jahren Produktionskapazitäten in- und außerhalb Europas und ein funktionierender Markt entstehen, der sich perspektivisch selbst finanziert. Neben der Reduktion der CO2-Emissionen vermindern SAF ebenfalls die Nicht-CO2-Effekte, die für einen erheblichen Teil der Klimawirkung der Luftfahrt verantwortlich sind. Durch die Verfügbarkeit verschiedener Herstellungspfade von SAF produziert aus unterschiedlichen Rohstoffen erfolgt zudem eine Diversifizierung, die Europas Resilienz und Unabhängigkeit bei der Energieerzeugung stärkt. Nachdem SAF auf Basis biogener Rohstoffe bereits im industriellen Maßstab produziert werden und vor allem kurz- und mittelfristig die Erfüllung der SAF-Mindestanteile sicherstellen, muss der Fokus langfristig auf Grund des hohen Potentials zur Minderung der Klimawirkung auf SAF auf Basis nicht-biogener Rohstoffe (eSAF) liegen.
Für SAF müssen in den kommenden Jahren Produktionskapazitäten in- und außerhalb Europas und ein funktionierender Markt entstehen, der sich perspektivisch selbst finanziert. Die in der EU geschaffenen Rahmenbedingungen sind noch nicht geeignet, das notwendige private Kapital für solche Anlagen zu aktivieren. Aus diesem Grund hat aireg zusammen mit seinen über 60 Mitgliedern ein Positionspapier entwickelt, welches die bestehenden Defizite aufzeigt und konkrete kurz- und mittelfristige Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene zur Lösung dieser Defizite benennt.